Auf keinen Fall sollten Sie sie berühren – selbst dann nicht, wenn sie auf Ihren Pflanzen erscheinen (und glauben Sie mir, früher oder später wird das passieren). Meine Nachbarin wusste davon nichts, zum Glück konnte ich sie rechtzeitig warnen. Das hat die Situation wirklich gerettet.

by 04impress
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Wo man mich findet? Natürlich im Garten! Es gibt kaum etwas Schöneres als die tiefe Zufriedenheit, wenn man die Früchte seiner Arbeit wachsen sieht.

Doch ehrlich gesagt: Gärtnern ist nicht immer nur Idylle. Die größte Hürde ist oft die Frage: Wer ist Freund und wer ist Feind? Kürzlich erst stieß ich auf ein Foto, das dieses Dilemma perfekt einfängt.

Auf einem Blatt waren seltsame, tiefschwarze geometrische Muster zu entdecken. Es sah fast wie ein düsteres Netz oder eine bedrohliche Krankheit aus.

Im ersten Moment war ich schockiert, doch die Recherche brachte Erstaunliches ans Licht: Keine Spur von Krankheit! Es waren die Eier des Trauermantels (Nymphalis antiopa). Diese filigranen, fast spitzenartigen Gebilde sind der Ursprung eines faszinierenden Lebewesens.

Auch wenn der erste Reflex oft „Weg damit!“ lautet, zahlt sich Geduld hier aus. Der Trauermantel ist ein wertvoller Gartenbewohner. Seine Raupen bevorzugen Bäume wie Weiden oder Ulmen – dein Gemüsebeet lassen sie also völlig in Ruhe.

Die erwachsenen Schmetterlinge wiederum helfen dabei, Fallobst zu zersetzen. Das Besondere: Er überwintert als fertiger Falter und begrüßt uns schon im zeitigen Frühjahr mit seinen dunklen Flügeln.

Mein Fazit: Beobachten statt bekämpfen. Wenn die Raupen doch mal stören, siedle sie einfach auf einen Baum um. Gärtnern ist ein Spiel mit dem Gleichgewicht – geben wir der Natur die Chance, uns zu verzaubern.

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