Der Flug begann wie die perfekte Einleitung zu einem neuen Abenteuer: Überall hörte man ausgelassenes Lachen, die Vorfreude war förmlich greifbar. Die Mädchen hielten jeden Moment fest; ihre Handys füllten sich im Minutentakt mit Selfies und Gruppenfotos. Es war die Art von unbeschwerter Urlaubsstimmung, die man für die Ewigkeit festhalten möchte.
Doch als die erste Aufregung verflogen war und sie begannen, die Galerie ihres Smartphones zu sichten, wich die Freude einem schlagartigen Entsetzen.
Beim Betrachten der letzten beiden Aufnahmen erstarrten sie; das Gespräch brach mitten im Satz ab, als hätte jemand den Ton abgedreht.

Direkt hinter ihnen, auf beiden Bildern, war ein Mann zu sehen. Er war kein gewöhnlicher Passagier, der zufällig ins Bild gelaufen war. Er starrte mit einem intensiven, völlig leeren Blick direkt in die Linse – fast so, als hätte er genau auf den Moment gewartet, in dem der Auslöser gedrückt wurde.
Das Unheimlichste daran? Trotz der engen Kabine und des voll besetzten Flugzeugs konnte sich keine der Frauen daran erinnern, diesen Mann jemals gesehen zu haben. Er saß nicht in ihrer Nähe, er war nicht im Gang an ihnen vorbeigegangen.
Während ihre Herzen im Gleichtakt gegen die Rippen hämmerten, wurde ihnen klar: Hier, in zehntausend Metern Höhe, geschah gerade etwas, das sich mit Logik nicht mehr erklären ließ.